Vorschriften für das Jetski-Fahren in Deutschland

 

Führerschein:

Jetskis (Waterbikes, Watercrafts, Wassermotorräder) gelten als Kleinfahrzeuge. Daher benötigt man zum Führen eines Jetskis auf deutschen Binnengewässern den "Sportbootführerschein Binnen".

Diesen kann man an einer Bootsfahrschule machen. Die Kosten belaufen sich auf   200-400 Euro. Dieser Führerschein berechtigt dann auch zum Führen von Booten über 5 PS und  bis 15m Länge.

Die Prüfung kann ab 16 Jahren beim DMYV ( www.dmyv.de ) abgelegt werden und besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil, bei dem das Vorführen von wichtigen Bootsmanövern (an-, ablegen, Mann-über-Bord-Manöver, Wenden auf kleinstem Raum, Knoten) gefordert wird.


Kennzeichen:

Für Wassermotorräder verlangt der Gesetzgeber ein amtliches Kennzeichen.

Im Gegensatz zu normalen Sportbooten genügt in diesem Fall kein amtlich anerkanntes Kennzeichen, wie es z.B. der ADAC oder der Deutsche Motoryachtverband ausstellt.

Das Kennzeichen muss direkt bei einem Wasser- und Schifffartsamt beantragt werden. Die Gebühren dafür liegen bei etwa 18 Euro. Als Eigentumsnachweis ist die Rechnung über den Kauf vorzulegen, desweiteren werden die techn. Daten des Fahrzeugs benötigt.

Die Kennzeichnung muss beidseitig am Fahrzeug angebracht werden; 10cm hohe Ziffern, hell auf dunklem oder dunkel auf hellem Untergrund.

Der Führerschein und der Nachweis über die Kennzeichnung sind immer mitzuführen.


Strecken:

Auf Binnenwasserstraßen darf das Wassermotorradfahren nur betrieben werden auf den durch das Tafelzeichen E. 22 Anlage 7 BinSchStrO frei gegebenen Strecken.

Das Führen von Wassermotorrädern ist außerhalb dieser frei gegebenen Wasserfläche verboten. Das gilt nicht für Fahrten zum Erreichen der nächstgelegenen frei gegebenen Wasserfläche und für Touren- und Wanderfahrten. Hierbei ist jedoch ein klar erkennbarer Geradeauskurs einzuhalten.


Zeiten:

Das Jetski-Fahren ist von 7:00 bis 20.00 Uhr erlaubt, jedoch nicht vor Sonnenauf- und nicht nach Sonnenuntergang.

Gesetzgebung:

Das Befahren von Wasserstraßen mit so genannten Wassermotorrädern ist geregelt in der "Verordnung über das Fahren mit Wassermotorrädern auf den Binnenschifffahrtsstraßen (Wassermotorräder-Verordnung)" vom 31.05.1995.

Wassermotorräder sind nach dieser Verordnung Kleinfahrzeuge, die als Personal Water Craft wie "Wasserbob", "Wasserscooter", "Jetbike" oder "Jetski" bezeichnet werden und sonstige gleichartige Fahrzeuge.

Für das Fahren mit Wassermotorrädern gelten außerdem die Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung bzw. die Schifffahrtspolizeiverordnung des Rheins, der Mosel oder der Donau, die Sportbootführerscheinverordnung-Binnen, die Verordnung über die Kennzeichnung von auf Binnenwasserstraßen verkehrenden Kleinfahrzeugen in ihrer jeweils geltenden Fassung; und die "10 Goldenen Regeln für Wassersportler".

Ein Jetski ist nicht steuerpflichtig.


Sicherheit:

Jeder Jetski muss mit einer Reissleine ausgestattet sein, sodass wenn der Fahrer von Bord geht der Motor automatisch abgeschaltet wird oder das Boot einen langsamen Kreiskurs einschlägt.

Das tragen einer Schwimmweste (mind. DIN EN 393) ist vorgeschrieben.

Der Abschluss einer Jetski-Haftpflichtversicherung ist sinnvoll.